Immobilienpreise: Korrektur bei kläglichen Transaktionen

Immobilienpreise: Korrektur bei kläglichen Transaktionen

Research

Frankfurt, den 08.11.2023. Die Immobilienpreise befinden sich in einer Korrekturphase. Seit dem Höchststand im April 2022 sind die Immobilienpreise um ca. 15% (Wohnimmoblien) bzw. ca. 20% (Gewerbeimmobilien) gesunken. Die gestiegenen Baukosten und die schnelle Zunahme der Finanzierungskosten um über 3% sind die Hauptfaktoren für diese Entwicklung.

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Grafik: Faros | Daten: Greenstreet, Europace

Immobilienpreise unterliegen natürlichen Schwankungen. Das zeigt sich auch in der Vergangenheit. Schon zwischen 2002 und 2010 gab es eine Phase sinkender Preise. Der stärkste Rückgang vom vorherigen Höchststand betrug -29%. Trotzdem war die langfristige Wertentwicklung für Immobilien positiv. Seit 2002 stiegen die Preise z.B. für Wohnimmobilien um 2,2% pro Jahr an.

Das derzeit niedrige Transaktionsvolumen deutet darauf hin, dass die Preisvorstellungen von Käufern und Verkäufern oft noch weit voneinander entfernt sind. Dies sind auch unsere Erfahrungen mit institutionellen Anlegern, die in deutsche Gewerbeimmobilien investieren. Ob Büro, Einzelhandel oder Hotels – die Aktivitäten sind in der Breite gesunken. Die Transaktionen sind etwa zwei Drittel weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das großvolumige Segment hat besonders stark an Aktivität eingebüßt. Transaktionen über 100 Millionen Euro sind selten.

FAZIT: Solange die Transaktionen nicht wieder anziehen, befinden wir uns noch in der Korrekturphase.