Unternehmens- und Bankanleihen: Wer hat die Nase vorn?

Unternehmens- und Bankanleihen: Wer hat die Nase vorn?

Research

Frankfurt, den 02.01.2024. Die Welt der Anleihen ist komplex und erfordert eine genaue Analyse, um fundierte Investitionsentscheidungen zu treffen. Wir haben einen Blick auf die langfristige Erfolgsbilanz von Unternehmensanleihen im Vergleich zu Bankanleihen geworfen, um wertvolle Einblicke in die Rendite und das Risiko dieser Anlageklassen zu gewinnen.

Auf den ersten Blick scheinen Bankanleihen attraktiv zu sein, da sie einen höheren Renditeaufschlag (Spread) bieten. Im langfristigen Durchschnitt lassen sie mit ihrem höheren Kupon einen um 0,20% p.a. höhere Rendite gegenüber Unternehmensanleihen erwarten. Doch Vorsicht ist geboten, denn mit höheren Renditen geht oft auch ein höheres Risiko einher.

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Grafik: FAROS | Daten: Bloomberg

Trotz des geringeren Renditeaufschlags (Spread) gegenüber Bankanleihen war die tatsächliche Wertentwicklung von Unternehmensanleihen um 0,30% p.a. besser (siehe Grafik). Dies ist auf die geringeren Ausfälle in der Finanzkrise 2008/2009 zurückzuführen. Unternehmensanleihen zeigten sich hier robust, während Bankanleihen Verluste hinnehmen mussten. Diese Entwicklung wiederholte sich auch im Jahr 2023 mit dem Ausfall z.B. der Credit Suisse Anleihen.

Interessanterweise zeigt die Analyse, dass die höchste Wertentwicklung erzielt wird, wenn sowohl Bank- als auch Nachranganleihen aus dem Anlageuniversum ausgeschlossen werden. Dies könnte für viele Investoren ein wichtiger Aspekt sein, um ihre Portfolios zu optimieren.

FAZIT: Die meisten Anleger sollten ihre Allokation in Anleihen von Finanzinstituten überdenken. Erstrangig besicherte Unternehmensanleihen bieten nicht nur eine solide Rendite, sondern auch eine bessere Krisenresistenz und eine höhere risikoadjustierte Performance. Wer dennoch in Bankanleihen investieren will, sollte dies am besten über einen aktiven und breit diversifizierten Ansatz tun, der von einem erfahrenen Syndizierungsexperten gemanagt wird.